Palmhardware

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Ein paar Worte zu etwas "Hardware", die man am Palm gebrauchen kann (oder meint, gebrauchen zu können :-)).

Seiteninhalt

  1. Serielles Kabel
  2. GPS-Empfänger
  3. Flash-Plug
  4. Speicherkarten

Serielles Kabel

[Modemkabel] Der Palm verfügt über eine voll funktionsfähige RS232-Schnittstelle. Diese wird primär für den "Hotsync-Vorgang" genutzt, also das Abgleichen der Daten auf dem PC.

Man kann mit Hilfe dieser Schnittstelle aber auch wunderbar "Kontakt" mit anderen Geräten aufnehmen, die über einen seriellen Anschluß verfügen. Das Programm Online ist ein gutes Terminalprogramm. Mit seiner Hilfe (und natürlich der seriellen Schnittstelle) kann man beispielsweise wunderbar Netzwerkkomponenten konfigurieren, aber auch sich an Unix-Rechnern anmelden. Sicherlich ist der Palm nicht dafür geeignet, viel Text einzugeben, aber für einige "schnelle Änderungen" zwischendurch wirklich gut geeignet - insbesondere bei dieser Größe!

Allerdings braucht man zunächst einmal ein Kabel für den seriellen Port. Man kann dieses beispielsweise bei Palmconsult oder bei AVS (Carsten Kurz) bestellen. Leider sind die Kabel bei einem Preis von rund 50DM nicht so ganz billig :-(

Anmerkung: Einige der Palm-Konkurrenzprodukte von Handspring besitzen keine serielle Schnittstelle mehr, sondern einen USB-Anschluß. Natürlich gibt es dafür Adapter, die aber auch zunächst besorgt werden müssen. Prinzipiell kann es auch zukünftige Palm-Varianten ohne RS232-Schnittstelle geben.


GPS-Empfänger

[GPS] GPS (Global Positioning System) ist ein vom amerikanischen Militär betriebenes Satelliten-Navigationssystem, dessen Daten auch von Zivilpersonen benutzt werden können. Mit Hilfe sogenannter GPS-Empfänger kann man seine eigene Position bis auf rund 5 Meter Genauigkeit bestimmen (abhängig von der Erreichbarkeit der Satelliten).

GPS-Empfänger gibt es in den verschiedensten Ausführungen - und natürlich auch in fast beliebigen Preisklassen, z.B. von der Firma Garmin oder der Firma Magellan . Neben teilweise über 1000 EUR teuren Geräten, die komplette Auto-Navigationssysteme beinhalten, gibt es aber auch vergleichsweise "preiswerte" Geräte wie das GPS12, welches eigentlich für "Hobby-Trecker" gedacht ist. Zusatzinfo

Die Garmin-Geräte, wie andere GPS-Empfänger auch, sind jedoch meist mit einer seriellen Schnittstelle ausgestattet. Was liegt also näher, diese Daten auf den Palm zu übertragen und dort auszuwerten? Leider sind die benötigten Stecker meist schwer zu beschaffen. Eine Möglichkeit, diese (Stecker oder komplette Kabel) zu bekommen, bietet AVS (Carsten Kurz) . Magellan-Geräte bieten teilweise ähnliche Fähigkeiten wie Garmin-Geräte, sind aber derweilen deutlich billiger. Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall, zumal der Teufel gerne im Detail liegt (Benutzbarkeit von Speicherkarten, Kosten der Kartendaten etc.).

Gerade beim Verwenden des doch relativ stromhungrigen Tungsten als Navigationslösung (z.B. mit Digimap, s.u.) empfiehlt sich eine Stromversorgung über die 12V-Steckdose im Auto. Diese kann dann gleich den GPS-Empfänger mit versorgen. Verschiedene Empfänger, insbesondere geeignet für das Zusammenspiel mit Palms, finden sich z.B. unter Palmrouter.de

Zum Datenaustausch mit dem Palm dient u.a. das Programm GPilotS . Mit seiner Hilfe können "Waypoints" (Navigationspunkte) und Routen zwischen einem GPS-Empfänger und dem Palm hin- und hertransferiert werden. Der eingebaute Host-Mode ermöglicht auch, dem Palm als Zwischenstation für z.B. Waypoint+ (s.u.) zu verwenden.
Mit NMEA Mon 1.3 können die einzelnen Datenpakete eines GPS-Empfängers analysiert werden.

Das Programm Digimap macht mit Hilfe eines GPS-Empfängers und einer Kartensoftware (Power Route) aus dem Palm ein Navigationssystem für das Auto. Digimap ermittelt mit Hilfe des GPS-Empfängers nicht nur die genaue Position auf der geladenen Stadtkarte, sondern ermöglicht auch ein Navigieren anhand errechneter Routen.
Eine schöne Übersicht über einige verfügbare Routenplaner für den Palm findet sich unter http://www.frischat.com/PalmRouter/

Ein paar weitere Programmtipps:
tc2wp ermöglicht das Konvertieren von Routen, die mit Map & Guide erstellt wurden, in ein von Waypoint+ verwendbares Format.
Waypoint+ ermöglicht den Up- und Download von Routen, Tracks und Wegpunkten von und zu Garmin-Geräten. Die Daten können teilweise auch vorbearbeitet werden.
GC (Garmin Commander) ermöglicht das Konvertieren von TOP50 Karten-Overlays (d.h. eigene Zeichnungen/Markierungen auf den TOP50-Karten) in verschiedene Formate (z.B. Waypoint+). Damit kann auch auf Garmin-Geräten ohne Karten zumindest für kleine Gebiete eine Art Karte vorbereitet werden.

Für allgemein GPS-Interessierte:


Flash-Plug

[Flashplug] Flash-Plug ist eine Entwicklung der Firma JKS Technologie . Es handelt sich um einen kleinen "Stecker", der an die serielle Schnittstelle des Palm gesteckt werden kann. Das Gerät beinhaltet 8MB Flash-Speicher. Mit Hilfe des mitgelieferten Programmes "FlashCmd" können beliebige Palm-Datenbanken (also Programme und Daten) vom Speicher des Palm in den Flash-Speicher und zurück kopiert werden. Programme können nicht direkt im Flash-Speicher ausgeführt werden, somit bietet sich der Flash-Plug vor allem für Backup-Zwecke sowie dem Auslagern nicht oft benutzter Programme (wie z.B. Wörterbücher oder Kartendaten) an.

Anmerkung: Mit Hilfe des Programmes FPLnch können Programme, die sich im Flash-Plug befinden, "direkt" ausgeführt werden. "Direkt bedeutet", daß die Programme zunächst in den Hauptspeicher kopiert und dort ausgeführt werden. Danach werden sie wieeder gelöscht.

Anmerkung: Wird das Flash-Plug zu Backup-Zwecken verwendet, sollte folgendes beachtet werden: Zum Betrieb des Flash-Plug wird natürlich das Treiberprogramm benötigt. Passiert unterwegs ein "fataler Fehler", welches den Speicher des Palm leert, ist natürlich auch das Treiberprogramm weg. Eine gute Lösung ist es, das Treiberprogramm im Flash-Speicher des Palm zu halten, da dieser nach einem Crash nach wie vor zur Verfügung steht. Dazu wird das Programm FlashPro benötigt.

Inzwischen ist das Flash-Plug kaum noch zu bekommen. Angesichts neuer Palm-Reihen (oder auch Palm-Clone), die bereits mit Erweiterungsmöglichkeiten daherkommen, ist dies vielleicht nicht überraschend.


Speicherkarten

[SD-Karte] Viele der neuen Palms, aber auch einige der Palm-Clone (insbesondere der Sony Clies) sind mit Kartenlesern (Slots) ausgestattet. Während einige der Handera-Geräte mit CompactFlash-Karten "befüttert" werden können, setzt Sony natürlich auf seinen Memory-Stick. Diese gibt es aber eigentlich nur bei Sony-Geräten. Palm setzt auf Multimedia-Cards (MMC) und Secure Digital-Cards (SD), die man auch bei Digitalkameras und einigen Mobilfunktelefonen findet.

Speicherkarten dienen auf dem Palm nicht als Erweiterung des Arbeitsspeichers, sondern zum Ablegen von Daten wie auf einer Festplatte. Die o.g. Karten zeigen nach Aussen tatsächlich das Verhalten einer Festplatte mit einem FAT-Filesystem. Im Palm-OS werden sie über den VFS-Treiber (Virtual File System) angesprochen. Programme können von einer Karte gestartet werden. Wenn aber Programme Daten bearbeiten, müssen sie entsprechend programmiert sein, um diese auf der Speicherkarte (anstelle im Hauptspeicher) zu finden. Bei vielen neuen Programmen ist dies der Fall, für alte Programme gibt es Hilfsprogramme wie "MSMount" und "Power Run".

SD-Karten sind weitgehend identisch mit MMC-Karten. Sie besitzen aber ein "Sicherheitsfeature" (daher das "secure"), welches aber kein Vorteil für den Anwender bringt, sondern als Kopierschutz dem Anbieter helfen soll. Speicherkarten gibt es in verschiedenen Grössen (je nach Modell bis zu 512MB). Karten verschiedener Hersteller haben durchaus verschiedene Charakteristiken wie Stromverbrauch und Geschwindigkeit.


©2020 Holger Thiele
generiert aus "palmhardware.template" vom 17 04 2003
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